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Markus Genesius und ich bemalen gerade gemeinsam einen Bauzaun in der Sögestraße – natürlich bei typischen Bremer Schietwetter! 🤩 💦 


Viele Bremerinnen und Bremer kennen bereits Markus’ Arbeiten. Er beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema des alten TV-Störbildes und ist in der Urban Art Welt eine echte Größe, nicht nur in Bremen, sondern auch international.


In den letzten Jahren haben wir in verschiedenen Städten immer wieder gemeinsam Wände bemalt, und jetzt setzen wir diese Tradition in Bremen fort – diesmal im Rahmen der Street-Art Cities Kampagne der WFB Bremen. Unser temporäres Kunstwerk wird hoffentlich viele BremerInnen, Touristen und Street Art-Fans begeistern. 


Lasst euch überraschen, was wir trotz Regen auf die Bretter bringen! 😅 



(Foto Markus Genesius)


Urban Art in der Sögestraße

Dieter Rams formulierte vor Jahren die 10 Thesen für gutes Design, die jedoch immer noch von vielen Unternehmen ignoriert werden. 


Warum es so entscheidend ist, auf gutes Design zu achten? Stell dir vor, es ist Hochzeitstag und der Trauzeuge erscheint nicht im Designer-Outfit, sondern im zerknitterten Look von der Stange. Das wäre ein Bruch in der Gesetzmäßigkeit dieser Veranstaltung. Doch Unternehmen brechen diese Gesetzmäßigkeit im Businesskontext immer wieder, indem sie auf minderwertiges Design setzen. Schlechte Gestaltung kann nicht nur das Markenimage beschädigen, sondern auch Vertrauensverlust und nicht zuletzt finanzielle Verluste verursachen.


Als Urban-Art Künstler mit 25 Jahren Erfahrung habe ich bereits vieles probiert und mich an unendlichen vielen Gestaltungslösungen sattgesehen. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich daher sagen, dass Arbeiten am besten funktionieren, wenn sie sich nicht zu weit von den 10 Thesen von Dieter Rams entfernen. 


Zur Auffrischung hier noch einmal kurz die Thesen:


Gutes Design

  • ist innovativ.

  • macht ein Produkt brauchbar.

  • ist ästhetisch.

  • macht ein Produkt verständlich.

  • ist unaufdringlich.

  • ist ehrlich.

  • ist langlebig.

  • ist konsequent bis ins letzte Detail.

  • ist umweltfreundlich.

  • ist so wenig Design wie möglich.


In reizüberfluteten Zeiten, online und offline, ist kompromisslos gute Gestaltung entscheidend. Unternehmen, die auf Design setzen, vermitteln nicht nur Professionalität, sondern schaffen auch eine unverwechselbare Identität.


Wie könnt ihr diese Erkenntnis für euch nutzen? Ganz einfach. Bringt das Thema Gestaltung auf die Agenda und räumt ihm die Gewichtung ein, die es verdient. Außerdem: Nehmt euch Zeit bei der Recherche der Designer*innen, mit denen ihr zusammenarbeiten möchtet, denn wie für einen guten Anzug braucht man ein wenig Zeit, um die oder den Passenden zu finden. 


Aus meiner Sicht als Fassadendesigner weiß ich, dass gute Gestaltung nicht nur im Detail, sondern auch in der Großansicht funktionieren muss. Ein Unternehmen mit einer starken Gestaltung muss sich nicht nur auf Logos und Werbematerialien beschränken. Es kann sich auf jeder Ebene durch kohärente und beeindruckende Gestaltung auszeichnen, denn gerade in der Welt der grafischen Fassadengestaltung zeigt sich besonders deutlich, dass nur kompromisslos gute Gestaltung auch groß gemacht werden sollte.


Fazit: Gestaltung ist ein strategischer Erfolgsfaktor. Investiert in gute Gestaltung, erkennt die Künstler*innen, die diesen Standard setzen, und vermeidet die Fallstricke minderwertiger Designentscheidungen. Nur wenn die Gestaltung wirklich gut ist, kann sie großartig werden – sei es auf einem Plakat, einem Logo oder als eindrucksvolles Wandgemälde. 





Malerei wird oft unterschätzt, denn sie bewegt sich häufig in einem sehr engen Resonanzraum wie Galerien, Museen und Sammlungen und dreht sich dort die meiste Zeit nur um sich selbst. Das möchte ich ändern.


Also, was kann Kunst?


- Die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum erhöhen.

- Eine kreative und inspirierende Atmosphäre schaffen.

- Als Ausdruck der Gemeinschaft dienen.

- Die Unternehmenskultur reflektieren.

- Teil der Markenidentität des Unternehmens sein.

- Verbindung zur lokalen Gemeinschaft herstellen.

- Ausdruck von Freiheit, Individualität und Innovation sein.


Fazit: Urban Art ist ein subtiles Werkzeug, das kommuniziert, ohne zu nerven. Das Jung wirkt, ohne unseriös zu sein. Das kulturelle Interesse zeigt, ohne versnobt zu wirken.


Richtig eingesetzt, kann Kunst also sehr viel bewirken. Mit relativ wenig Einsatz (Farbe ist ja kein besonders aufwendiges Werkzeug :)) können große und unübersehbare Ergebnisse erzielt werden.



Urban Art Bremen

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