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Wer stand dort draußen auch öfter schon vor einem Zebrastreifen und dachte: Laaangweiliger geht kaum!


So was kann nur aus einer Beamtenstube oder dem Bauhaus kommen (und ja, ich meine den Baumarkt). Kein Wunder hießen sie ja auch jahrelang "Dickstrichketten" und genau so sehen sie auch aus! 😴 


Da wird trister Asphalt unterbrochen von: noch tristerem Design. 


Lass mal ändern! 👈 


Städte wie London, New York und Barcelona machen es vor: Wir machen es nach! Nein, wir machen gar nichts.


Denn:


👉 Bunte Zebrastreifen sind gegen die StVO (natürlich!).


👉 führen bestimmt zu mehr Unfällen.


👉 sind Woker, linker Bullshit, für den keine Steuern ausgegeben werden sollten. 


👉 Außerdem braucht man Mut dafür und Engagement.


Ich habe trotzdem mal ein Design aus dem Ärmel geschüttelt, denn ich glaube, dass Übergänge mehr können: 


👉 z.B. kommunizieren, inspirieren und richtig gute Laune verbreiten.


👉 kreative Aufwertung des städtischen Raums voranbringen.


👉 Verbesserte Sichtbarkeit für Fußgänger und Autofahrer erzeugen.


👉 das lokale Gemeinschaftsgefühl stärken.


Und es ist keine Rocket-Science, denn andere Städte haben es ja auch geschafft: Trotz aller Regeln und Hürden.



Ging es Euch auch so? Plötzlich war KI allgegenwärtig, als wäre sie aus dem Nichts erschaffen worden. Mein erster Gedanke war sofort: "Erst NFT's und jetzt das?" 😵 


Wieder ein neuer Hype, der den üblichen Verdächtigen als Abkürzung auf dem Weg zum Erfolg dienen soll (Vergiss 9-5 Jobs! So verdienst Du mit KI-Bildern im Schlaf!) Aber mir ist dann doch schnell klar geworden, KI ist gekommen, um zu bleiben und ja, sie wird die visuelle Welt radikal verändern. Ich lerne gerne und bin offen für Neues, also fing ich an, Midjourney und Co zu testen. 


Meine Erfahrung als Urban Artist: Bei 30 Bildvorschlägen kommen gerade einmal 10 annähernd an die Qualität heran, die ich nach 30 Jahren Erfahrung als Gestalter an Innovation, Ideen und Qualität erwarte und die wirken auf mich immer noch faked. (Und glaubt mir, ich beherrsche mittlerweile das Prompt-Engineering recht gut) deswegen hinterlässt der Einsatz von Bildgeneratoren diesen faden Beigeschmack bei mir. "Wie Butter auf zu viel Brot verstrichen." würde Bilbo Beutlin dazu sagen. 


Die gute Nachricht ist: KI wird das Narrativ der Kunst zurzeit nicht verändern. 🤷‍♂️ 


Ein Beispiel dafür ist der gescheiterte NFT-Markt, der als revolutionäre Neuerung in der Kunstwelt gefeiert wurde, letztendlich aber aufgrund seiner Oberflächlichkeit wieder verschwand. Die mangelnde Authentizität und das Fehlen einer tiefgreifenden Geschichte hinter den Künstlern führte zu einer riesigen Blase, bei der eine Menge Anhänger sehr viel Geld verloren haben. 


Was auch logisch ist, denn Kunst lebt von Storys. Stellt Euch vor, "Guernica" wäre nicht von Picasso, sondern von Midjourney geschaffen worden. Wäre es immer noch ein Symbol des Schreckens, des Krieges und der menschlichen Tragödie? Wohl kaum. Denn hinter jedem Bild von Picasso steckt nicht nur Meisterschaft, sondern vor allem emotionale Tiefe und der unbedingte Wille, eine Botschaft zu vermitteln.


In der Kunst ist es daher noch ganz klar: Van Gogh gewinnt immer gegen Van Google. Künstliche Intelligenz kann nicht den Schmerz einfangen, der Vincent dazu trieb, seine einzigartigen Gemälde zu erschaffen, und über die Strahlkraft seiner Geschichte mit dem abgeschnittenen Ohr brauchen wir gar nicht zu reden! (Was würde sich Google eigentlich abschneiden?) 👂💦


Für alle KünstlerInnen und Kreative bedeutet das, sich auf menschliche Stärken zu konzentrieren: unsere Fähigkeit, Emotionen auszudrücken und Geschichten zu erzählen. Meiner Meinung nach sieht man Werken an, ob sie durch jahrelanges Ringen und schlaflose Nächte zu den Kunstwerken geformt wurden, die sie sind oder ob sie in Sekunden durch einen Algorithmus entstanden.


Fazit: Vielleicht machen in Zukunft ja Pool-Reinigungsroboter großartige Kunst, aber bis zur Singularität bleibt KI für mich einfach nur ein weiteres Werkzeug. 🔨


Urban Artist Tobias Kroeger

Das Dazzle Pattern ist ein avantgardistisches Design, das mutigen Entscheidern aber vielseitige Möglichkeiten bietet.


Meine ersten Begegnungen mit dieser Gestaltungslösung war in San Francisco, als ich vor einem Mural von Felipe Pantone stand, einem der Urban Artists, die Razzle Dazzle wieder populär machten. Ich war überrascht, wie gekonnt er die Bildsprache in seinen Arbeiten einbaute und welche Wirkung sie auf den öffentlichen Raum hatte.


Aber nicht nur durch Felipe Pantone hat sich das Design zu einem festen Bestandteil der Urban Art und Architektur entwickelt, sondern auch durch Pioniere wie Sol Lewitt und OP-Art-Künstler Tobias Rehberger.


Was jedoch besonders spannend ist, ist die ursprüngliche Idee dahinter, nämlich Kunst als Verteidigungsmittel einzusetzen. 😳 


Klingt absurd? Ist aber real: Alles begann auf den Kriegsschiffen des Ersten Weltkriegs. Die Erfinder hinter dem Dazzle Camouflage (könnt ihr gerne mal googeln) ließen Kriegsschiffe so bemalen, dass sie den Feind ablenken und verwirren sollten.


Es hat jedoch heute noch großes Potenzial, und zwar für Architektur und den öffentlichen Raum. Es kann z.B. Fassaden vor Graffitis und Tags schützen. Nein, es wird Graffiti-Writer nicht verwirren und ablenken, aber durch das Design werden Fassaden weniger attraktiv zum Besprühen, denn massive Designs sind besser als kreative, eigenständige Gestaltung zu erkennen und bieten dadurch einen gewissen Schutz.


Ein weiterer Vorteil ist vor allem die monochrome Gestaltung, die sich im Vergleich zu komplexen, bunten Motiven gut zum Ausbessern eignet.


Und ich finde die Idee ziemlich spannend, Design, das ursprünglich zum Schutz vor Angriffen entwickelt wurde, friedlich einzusetzen, um Wände zu schützen.


Also für diejenigen unter euch, die ein wenig mutiger in Sachen Design und Gestaltung sind, ist dieser Style definitiv ein Konzept, das ihr in euren Werkzeugkasten aufnehmen solltet.




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